Eintagsfliegen und ihre Larven (Ephemeroptera)

Eintagsfliegenlarven sind beim Tümpeln ein sehr häufiger „Beifang“, bei den ca. 80 Arten, die in Mitteleuropa die verschiedensten Gewässer bevölkern, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Im Unterschied zu Libellenlarven, welche Aquarienbewohnern durchaus gefährlich werden können, ernähren sich die meisten Arten wahrscheinlich von Algenbelägen und kleinsten organischen Schlammteilchen, sodass von ihnen im Normalfall keine Gefahr ausgeht. Markant und schon fast unverwechselbar sind die drei, in seltenen Fällen zwei, Schwanzfäden der Larven. Auch die Eintagsfliegen selbst sind daran und an den in Ruhestellung über dem Körper zusammengeklappten Flügeln leicht zu erkennen. Bei noch jungen Larven genügt die Hautatmung, sobald sie aber älter sind, kommen die Tracheenkiemenblätter, welche an beiden Seiten des Hinterleibes sitzen, zum Einsatz. Diese können sich von Art zu Art deutlich unterscheiden und sind ein weiteres Bestimmungsmerkmal.

Die Verwandlung von der Larve zum geflügelten Insekt erfolgt häufig in den Abendstunden und geht sehr schnell. Entweder schwimmen die Larven durch sich zwischen den Hautschichten sammelnde Luft auf und schlüpfen direkt an der Wasseroberfläche, oder sie verlassen das Wasser und erklettern ins Wasser hängende Pflanzen und Zweige. Aus der Larve schlüpft nicht direkt das geschlechtsreife Tier, sondern die Subimago, die sich noch einmal häuten muss, um die Geschlechtsreife zu erlangen. Die Imago leben dann je nach Art tatsächlich nur wenige Stunden bis hin zu 2 bis 3 Tage. Bei wenigen Arten sind Weibchen mit 2 bis 3 Wochen etwas langlebiger.

Quellen und weiterführende Informationen:

  • Engelhardt, Wolfgang: Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Pflanzen und Tiere unserer Gewässer. 14., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlag. 1996.

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